Die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 haben die Schulen vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Dazu gehörten u.a. Fernunterricht, Betreuung, Hygienepläne, Schichtbetrieb, Matura und Abschlussprüfungen unter Corona-Bedingungen, Sommerschule. Bei ihrem Rückblick zogen Bildungsdirektorin Evelyn Marte-Stefani und der Pädagogische Leiter der Bildungsdirektion, Andreas Kappaurer, ein positives Fazit: „Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern haben in den vergangenen Monaten mit hohem Einsatz eine sehr schwierige Zeit gut gemeistert. Unser Dank gilt vor allem den Pädagoginnen und Pädagogen, die alle Herausforderungen dieser Ausnahmesituation angenommen haben und sich in dieser Krise als überaus flexibel und engagiert erwiesen haben. Für den Schulstart im September ist es nun besonders wichtig, dass der Unterricht wieder regulär stattfinden kann."
Auch das kommende Schuljahr wird noch stark unter dem Eindruck der Corona-Krise stehen. Aufgrund der nach wie vor guten Infektionslage in Vorarlberg kann derzeit von einem regulären Schulbeginn ausgegangen werden. Die Klassen werden in Vollbesetzung in den Unterricht zurückkehren. Angepasste Hygienemaßnahmen wie z.B. regelmäßiges Händewaschen, Lüften und eine gründliche Reinigung werden weiterhin einzuhalten sein. Der Stundenplan soll in vollem Umfang eingehalten werden, alle Fächer werden unterrichtet. Auch Schulveranstaltungen werden grundsätzlich wieder möglich sein, immer aber mit Blick auf die Einhaltung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen. Den Wiedereinstieg in den regulären Präsenzbetrieb gilt es auch pädagogisch gut vorzubereiten und zu begleiten.
Selbstverständlich kann sich die Situation über den Sommer wieder verändern. Daher wird auch an Szenarien gearbeitet, sollten die Infektionszahlen stärker steigen. Lokale Infektionsherde können zu neuerlichen Einschränkungen des Schulbetriebs führen. Möglich sind die Wiedereinführung der Maskenpflicht oder des Abstandsgebotes, die Verkleinerung von Lerngruppen oder die Rückkehr zum Fernunterricht. Umso wichtiger ist es, das Infektionsgeschehen genau zu beobachten. Wie bisher müssen erste Anzeichen einer Erkrankung weiter ernst genommen und Verdachtsfälle umgehend gemeldet werden, damit größere Ausbrüche an Schulen verhindert werden können. Grundsätzlich wird in Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde ein differenziertes Vorgehen vorgezogen, d.h. komplette Schulschließungen werden wenn irgendwie möglich zu vermeiden versucht.
„Wir danken noch einmal allen Pädagoginnen und Pädagogen, Direktorinnen und Direktoren für die Bewältigung dieses herausfordernden Schuljahres und wünschen ihnen nun erholsame Ferien", so Marte-Stefani und Kappaurer abschließend.