Digitale Bildung

Die Digitalisierung erfasst schon heute fast alle Lebensbereiche. Sie verändert die Art des Wirtschaftens, des Arbeitens und der Kommunikation. Das Zusammenleben wird grundlegend verändert. Schule ist Teil der Digitalisierung der Gesellschaft. Dies reicht vom Einsatz digitaler Lern- und Übungsmöglichkeiten im Unterricht über die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle bis hin zur Vermittlung fachlicher und medienpädagogischer Inhalte. Je nach Schulstufe gibt es unterschiedliche Schwerpunkte.

In der Volksschule stehen die Medienbildung und der reflektierte Umgang mit dem Internet sowie ein spielerischer Zugang zu Technik und Problemlösung im Vordergrund. Kinder lernen auf spielerische Art die Grundlagen informatischen Denkens und des Lösens von Problemen (siehe Projekt: Denken lernen und Probleme lösen und Code4Talents).

In der Sekundarstufe I ist die digitale Grundbildung im Lehrplan verankert – als verbindliche Übung im Ausmaß von 2 bis 4 Stunden über alle vier Schuljahre der Sekundarstufe I. Der Lehrplan umfasst nicht nur die informatischen und digitalen Kernkompetenzen, sondern auch wichtige Bereiche wie Medienkompetenz und politische Kompetenz. Seit dem Schuljahr 2021/22 werden die Schüler/innen der 5. (im Schuljahr 2021/22 auch die der 6.) Schulstufen mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Binnen 3 Jahren sollen damit alle 10- bis 14-Jährigen mit Notebooks oder Tablets ausgestattet sein. Zweck der Initiative (8-Punkte-Plan) ist es, die pädagogischen und technischen Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht zu verbessern und Schülerinnen und Schüler den Zugang zu digitaler Bildung zu erleichtern.

Im Bereich der Sekundarstufe II gibt ein breites Ausbildungsangebot im Bereich Digitales und Medien. Dazu zählen insbesondere die Bildungsangebote an den Handelsakademien sowie an den Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalten. Die Angebote werden laufend angepasst.

Im Rahmen von zahlreichen Projekten und Wettbewerben im schulautonomen Bereich können Schüler/innen Kompetenz, Kreativität und Verständnis für digitale Bildung fördern. Hervorzuheben ist vor allem das Projekt Lego Mindstorms der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Seit 2008 wurden insgesamt 52 Mittelschulen, elf AHS-Unterstufen, drei HTL, drei Polytechnische Schulen sowie die PH Vorarlberg mit Lego-Robotern ausgestattet.

Unterstützend wird die Digitalisierung an Schulen über die Plattform „eEducation Austria". Ziel ist es digitale und informatische Kompetenzen in allen Klassenzimmern auszubauen. In einheitlichen Kompetenzmodellen (digi.komp) werden jene Fertigkeiten definiert, die Schüler/innen bis zur Schulstufe 4, 8 und 12 erwerben sollten. Auch für Lehrpersonen gibt es ein Kompetenzmodell. Darüber hinaus können sich Schulen als „eEducation.Member.Schule" oder „eEducation.Expert.Schulen" zertifizieren lassen. Damit dokumentieren sie die digitale Schulentwicklung in unterschiedlichen Bereichen.

Ein grundlegender Punkt ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Lehrpersonen mit methodisch-didaktischem Wissen und IKT-Kenntnissen, die dem jeweiligen Alter der zu unterrichtenden Schüler/innen entsprechen. An der PH Vorarlberg werden dazu Angebote gesetzt.

Der Ausbau der Infrastruktur wird im Rahmen des 8-Punkte-Plans zur Digitalisierung des Unterrichts an den Bundesschulen gefördert. Im Bereich der öffentlichen Pflichtschulen hat das Land ein Breitband- und Digitalisierungspakt geschnürt.

In der MINT-Förderstrategie für Vorarlberg wird dem Bereich Digitalisierung ebenfalls große Bedeutung eingeräumt.

Kontakt:

MMag. Martin Hartmann
T 05574 4960-504
martin.hartmann@bildung-vbg.gv.at

Veröffentlicht am 24.02.2022