Digitale Bildung

Die Digitalisierung erfasst schon heute fast alle Lebensbereiche. Sie ist die größte Veränderung des Wirtschaftens, des Arbeitens und der Kommunikation. Das Zusammenleben wird grundlegend verändert. Das stellt insbesondere das Bildungssystem vor große Herausforderungen, von den fachlichen Inhalten bis zur Art und Weise der Vermittlung.

In der Volksschule stehen die Medienbildung und der reflektierte Umgang mit dem Internet sowie ein spielerischer Zugang zu Technik und Problemlösung im Vordergrund. Sehr großes Interesse besteht am Angebot von Roboter-Bienen („BeeBots") über die PH Vorarlberg, mit denen der Umgang mit Robotik und Coding auf spielerische Art und Weise erlernt wird.

Mit Beginn des Schuljahres 2018/17 wurde die digitale Grundbildung im Lehrplan der Sekundarstufe I verankert – als verbindliche Übung im Ausmaß von 2 bis 4 Stunden über alle vier Schuljahre der Sekundarstufe I. Der Lehrplan umfasst nicht nur die informatischen und digitalen Kernkompetenzen, sondern auch wichtige Bereiche wie Medienkompetenz und politische Kompetenz.

Unterstützend wird über die Plattform „eEducation Austria" versucht, digitale und informatische Kompetenzen in alle Klassenzimmer zu tragen. In einheitlichen Kompetenzmodellen (digi.komp) werden jene Fertigkeiten definiert, die Schüler/innen bis zur Schulstufe 4, 8 und 12 erwerben sollten. Auch für Lehrpersonen gibt es ein Kompetenzmodell. Darüber hinaus können sich Schulen als „eEducation.Member.Schule" (39 Schulen) oder „eEducation.Expert.Schulen" (43 Schulen) zertifizieren lassen. Damit dokumentieren sie die digitale Schulentwicklung in unterschiedlichen Bereichen.

Im Rahmen von zahlreichen Projekten und Wettbewerben im schulautonomen Bereich können Schüler/innen Kompetenz, Kreativität und Verständnis für digitale Bildung fördern. Hervorzuheben ist vor allem das Projekt Lego Mindstorms der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Seit 2008 wurden insgesamt 51 Mittelschulen, elf AHS-Unterstufen, drei HTL sowie zwei Polytechnische Schulen mit Lego-Robotern ausgestattet.

Ein grundlegender Punkt ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Lehrpersonen mit methodisch-didaktischem Wissen und IKT-Kenntnissen, die dem jeweiligen Alter der zu unterrichtenden Schüler/innen entsprechen. An der PH Vorarlberg werden dazu Angebote gesetzt.

In der neuen MINT-Förderstrategie für Vorarlberg wird dem Bereich Digitalisierung ebenfalls große Bedeutung eingeräumt.

Veröffentlicht am 25.07.2019